Neulich beim Steuerberater “Nur geschenkt” ist halb

Neulich beim Steuerberater “Nur geschenkt” ist halb

Neulich beim Steuerberater “Nur geschenkt” ist halb

Neulich beim Steuerberater

“Nur geschenkt” ist halb Steuern hinterzogen – über die Frage, wann ich Steuern zahlen muss

Bald schon rücken die nächsten Semesterferien näher. Für viele Studenten ist das die Zeit der großen Freiheit, in der sie den alltäglichen Unistress hinter sich lassen, um sich auf anderen Wegen experimentell auszuprobieren. Während manche Studenten als Backpacker durch die Welt tingeln, bleiben anderen im Land und widmen sich neuen Tätigkeitsfeldern. So auch Bert Strebitz. Auf einer Hinterhof Party erzählt er seinem Studienkollegen und Kumpel Maik Rechtenbach von seinen Unternehmungen.

„Du, ich habe übrigens damit begonnen, mit dem Social Media Kanal Instagram zu arbeiten.“

Maik grinst verstohlen zu Bert rüber: „Ja habe ich mitbekommen.“ Dann wird seine Miene etwas ernster als er fragt: „Sag mal, bist du eigentlich jetzt schon so richtig mit allem drum und dran als Model tätig?“

Bert lacht und entgegnet mit stolzer Brust: „Nun ja ich habe inzwischen schon etliche Follower. Und die ersten Geschenke sowie Werbeeinnahmen sind ebenfalls letzte Woche bei mir eingetrudelt.“

„Echt? Na dann würde dir mein Steuerprofessor an dieser Stelle raten, dir eine Steuernummer für deine Modelkarriere zu holen“, kontert Maik trocken.

Bert beugt sich näher zu seinem Studienkumpel runter, als er flüstert: „Aber mal ehrlich, DAS macht doch nun wirklich keiner, oder?“

„Oh doch mein Lieber! Sobald du mit der Absicht vorgehst, Gewinne mit dem Modeln zu erzielen, musst du dafür Steuern zahlen“, führt Maik seinen Einwand fort.

Sein Studienkollege kommt ins Grübeln. „Und was ist mit den geschenkten Klamotten? Die muss ich wohl nicht mit angeben, was meinst?“

Maik schüttelt augenzwinkernd den Kopf. „Nicht aufgepasst was? Also du musst die Klamotten natürlich mit angeben. Denn es ist schlichtweg egal, ob dich die Unternehmen mit Geld oder Geschenken bezahlen. Zählt für dich beides zu den Einnahmen.”

Doch Bert scheint das Thema weiterhin auf die leichte Schulter nehmen zu wollen. „Hm. Was aber, wenn ich überhaupt gar keine Absicht verfolge, Gewinne zu erzielen?

„Also ich glaube das Finanzamt betrachtet das Ganze da etwas objektiver als du. Da heisst es: Wenn du selbstständig tätig bist und nachhaltig einer Arbeit nachgehst, bei der du dabei obendrein viel Geld verdienst, dann sind die Voraussetzungen für ein Unternehmen voll und ganz erfüllt. So leicht kommst du aus dieser Nummer wohl nicht raus.“

Nachdem Maik vor seinem Studienkollegen fein säuberlich alle Fakten ausgebreitet hat, lenkt dieser schließlich anerkennend ein:
„Na dann werde ich mir wohl doch einen guten Steuerberater suchen müssen, bevor das Modeln in Stress mit dem Finanzamt ausartet. Dank dir für deinen Rat.”

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